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FTTH - was ist das?

 

Quelle: www.ftthcouncil.eu

Neuer DANET-Standort

Sie finden uns neu in Brig

Furkastrasse 26
1. Stock
3900 Brig

Breitbandatlas Schweiz

Häufige Fragen & Antworten (FAQ)

Was sind Glasfasern? Glasfasern sind hauchdünne Lichtwellenleiter aus Glas. Mithilfe von Lichtimpulsen übertragen sie Daten aller Art schnell, zuverlässig und praktisch verlustfrei. Je nach Anwendungszweck werden mehrere Glasfasern, mit einer Schutzschicht umhüllt, zu einem Glasfaserkabel verarbeitet.

 

Wieso braucht es ein Glasfasernetz im Oberwallis? Neue Produkte und interaktive Dienste für TV, Internet und Telefonie lassen die Nachfrage nach hohen Bandbreiten (Übertragungskapazität) stetig wachsen. Herkömmliche Technologien wie Kupferleitungen erreichen ihre Grenzen. Um als Lebens- und Wirtschaftsraum attraktiv zu bleiben, muss die Region Oberwallis ihre Netzinfrastruktur den Bedürfnissen anpassen und modernisieren. Glasfasernetze bieten ideale Voraussetzungen, um den steigenden Bedarf an Übertragungskapazität auf lange Sicht abzudecken. Ein Glasfasernetz lässt Innovation, höhere Service-Qualität und breitere Angebote zu.

 

Welche Vorteile bringt das Glasfasernetz?

  • Bessere Vernetzungsmöglichkeiten (z.B. für Geschäftskunden)
  • Mehrwert der Liegenschaft für Haus- und Stockwerkeigentümer
  • Effizienz durch Übertragungsgeschwindigkeit (Standortfaktor)
  • Neue Dienste, breiteres Angebot (Kundenbedürfnis)

 

Was umfasst das Projekt Glasfasernetz Oberwallis? Das Glasfasernetz soll mittel- bis langfristig alle dauernd genutzten Wohnungen und Geschäfte in den Bauzonen der Oberwalliser Gemeinden erschliessen. Zweitwohnungen sind nicht Bestandteil des Projekts. Erschliessungen sind allerdings zu Lasten der Zweitwohnungsbesitzer möglich.

 

Wer ist am Projekt beteiligt? Die regionalen Energieversorgungsunternehmen (EVU) stellen ihre Rohranlagen zur Verfügung und planen, bauen und betreiben im Auftrag der DANET deren Netzteil. Die Swisscom (Schweiz) AG tritt als Kooperationspartnerin für den Bau des Glasfasernetzes auf und wird auf ihrem Netzteil Dienste anbieten. Die Valaiscom AG wird auf dem Netz der DANET ihre Dienstleistungen anbieten.

 

Wie ist die DANET Oberwallis AG organisiert? Die Datennetzgesellschaft Oberwallis AG (DANET) wurde im November 2012 von den Oberwalliser Gemeinden gegründet. Der 9-köpfige Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Viola Amherd setzt sich aus Vertretern von Region, Gemeinden und EVU zusammen. Drei Mitarbeitende stellen die operative Projektleitung mit einem Pensum von 280 Stellenprozenten sicher. Die DANET ist verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt des Glasfasernetzes. Sie arbeitet dazu insbesondere mit den regionalen EVU und weiteren Fachexperten zusammen.

 

Wer trägt die Investitionskosten? Die Investitionskosten belaufen sich gemäss ersten Schätzungen auf 200 Mio. Franken. In der ersten Ausbauphase werden von Swisscom und DANET 40 Mio. Franken investiert. Swisscom finanziert ihren Anteil selber. An der DANET haben sich die Gemeinden mit einem Sockelbeitrag von 50 Franken pro Einwohner am Aktienkapital beteiligt und finanzieren über Erschliessungsbeiträge von 350 Franken pro Einwohner den Netzbau mit. Zusätzlich finanziert die DANET ihren Netzanteil über Einnahmen aus der Netzvermietung (z.B. an den regionalen Anbieter
Valaiscom AG) und Fremdkapital.

 

Warum spricht man von einem Solidarwerk? Die Erschliessungskosten sind je nach Gemeinde unterschiedlich hoch, im Durchschnitt betragen diese zwischen 3500 und 4000 Franken pro Nutzungseinheit. In einer Zentrumsgemeinde wie beispielsweise Visp rechnet man mit in etwa halb so hohen Kosten pro Nutzungseinheit wie in einer typischen Berggemeinde. Durch die Kooperation profitieren alle Gemeinden - von der städtischen Agglomeration über die ländliche Peripherie und Berggemeinden bis zur Tourismus-Hochburg: Für alle Nutzungseinheiten gilt der Preis von 400 Franken pro Einwohner.

 

Wem gehören die Glasfasern? Auf dem gesamten Glasfasernetz besitzt jeder Baupartner 2 Fasern. In der Kooperation ist ein gegenseitiges Nutzungsrecht über 30 Jahre festgelegt. Somit verfügen sowohl Swisscom wie auch DANET über ein flächendeckendes Glasfasernetz.

 

Wer entscheidet, nach welchen Kriterien über den Erschliessungsplan? Die Kooperationspartner DANET und Swisscom legen gemeinsam den Erschliessungsplan fest. Berücksichtigt werden dabei mehrere Kriterien wie beispielsweise die bestehende Verfügbarkeit der Bandbreiten, die regionale Ausgeglichenheit zwischen Berg und Tal oder wirtschaftliche Aspekte.

 

Wo wird bereits gebaut? In der Gemeinde Eischoll konnte der Glasfaserbau bereits abgeschlossen werden. Im 2016 folgen weitere Gebiete in Gampel, Bratsch, Niedergampel, Getwing, Glis, Brigerbad, Gamsen, Eyholz und Oberwald. Zudem wurden Teilgebiete von Visp erschlossen. In Leuk, Susten, Saas-Grund, Ulrichen und Obergesteln erfolgt zurzeit der Ausbau. In Guttet-Feschel und Saas-Fee erfolgt der Projektstart mit dem Versand der Anschlussverträge. Der Ausbau ist im Jahr 2017 geplant. Insgesamt werden in den Gemeinden der ersten Ausbauetappe bis 2018 rund 16‘000 Wohn- und Geschäftseinheiten ans Glasfasernetz angeschlossen.

Für die zweite Phase sind die Gemeinden Steg-Hohtenn, Turtmann und Stalden vorgesehen. Zusätzlich werden bereits über lokale Energieversorger oder Dienstleister gebaute Gebiete wie Fiesch, Fieschertal, Ernen, Lax sowie Teile von Brig in die Baukooperation übernommen. 

 

Wie lange dauern die Arbeiten in einer Gemeinde? Die Planung einer Gemeinde nimmt bis zum eigentlichen Baustart 6-8 Monate in Anspruch. Die Dauer der anschliessenden Bauarbeiten ist abhängig von der Anzahl Nutzungseinheiten, die angeschlossen werden. Ziel ist es, die Bauzeiten so kurz wie möglich zu halten.

 

Weshalb braucht es einen Anschlussvertrag? Der Vertrag regelt den erstmaligen Anschluss an das Glasfasernetz und ist mit dem Schweizer Hauseigentümerverband (HEV) abgesprochen. Eigentümer müssen diesen ausfüllen und unterzeichnen, damit ihr Gebäude überhaupt angeschlossen werden kann.

 

Was kostet mich der Glasfaseranschluss? Für Eigentümer von Erstwohnungen und Geschäften entstehen keine Kosten im Zusammenhang mit dem Gebäudeanschluss. Dies gilt für die Ersterschliessung während der definierten Erschliessungsdauer innerhalb der Gemeinde, des sogenannten Roll-Out. Ebenfalls fallen keine Erschliessungskosten im Inneren des Gebäudes an, sofern bestehende Rohranlagen benutzt werden können. Ansonsten ist der Eigentümer für die baulichen Massnahmen im Haus selber verantwortlich.

 

Werden Zweitwohnungen auch erschlossen? Mit den Gemeindebeiträgen werden einzig dauernd bewohnte Nutzungseinheiten und Geschäfte erschlossen. Mit einem Erschliessungsmodell für Zweitwohnungen will die DANET zusätzlich auf die spezifischen Bedürfnisse der Oberwalliser Tourismusgemeinden eingehen.

 

Wann merke ich, dass ich einen Glasfaseranschluss habe? Eigentümer eines bestehenden Gebäudes (Erstwohnung oder Geschäft) werden über die regionalen EVU, DANET oder Swisscom kontaktiert. Sie erhalten einen Anschlussvertrag zur Unterzeichnung, der den erstmaligen Anschluss an das Glasfasernetz regelt. Mieter bemerken den Anschluss, sobald ein Elektrofachmann die Installation in den einzelnen Wohnungen vornimmt.

 

Was bieten sich mir für Möglichkeiten, wenn ich einen Anschluss habe?

  • Ultraschnelles Surfen im Internet (DSL)
  • TV in brillanter HD-Qualität auf mehreren Geräten gleichzeitig
  • Download ganzer Filme in Rekordzeit
  • Zuhause genauso schnell arbeiten wie im Büro (Teleworking)
  • Interaktive Dienste wie Clouds, E-Learning, Online-Spiele oder Telefon via Internet

 

Was kosten mich diese Dienste? Die Kosten für die verschiedenen Angebote hängen von den Dienstanbietern (Providern) ab.

 

Wer bietet Produkte an? Das Netz kann diskriminierungsfrei von allen Anbietern gemietet werden. Die DANET vermietet ihren Netzteil an die regionalen Provider Valaiscom und Bar Informatik.